Grateful

Chorwochenende vom 28.06. bis 30.06.2013 in Kleve

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Als ich am Sonntagabend zu Hause in meinem Bett lag, habe ich das Chorwochenende in Kleve noch mal Revue passieren lassen. Ich war erstaunt, wie erlebnisreich die wenigen Stunden von Freitagabend bis Sonntag nach dem Frühstück waren.

Am Freitag nach dem Abendbrot ging es zu Fuß auf zur Schwanenburg. Dort eingetroffen startete die geführte Besichtigung der Burg. Unter anderem erfuhren wir wieso die Schwanenburg so heißt, wie sie heißt (wer neugierig ist, darf gerne das Internet bemühen ;-) ) oder das in dem 28m hohen Spiegelturm der Schwanenburg ein Gefängnis war und seit einiger Zeit Ehe interessierte Paare die Möglichkeit haben in dem staufischen Gewölberaum standesamtlich zu heiraten. Wir ließen es uns natürlich nicht nehmen den Schwanenturm bis in die Spitze (200 Stufen) zu besteigen. Oben angekommen bestaunten wir die uralten Glocken, die in ihrer majestätischen Schönheit im Gebälk hingen. Da wir das geplante Glück hatten, zur vollen Stunde unter den Glocken zu sitzen, war jeder Glockenschlag ein Erlebnis für unsere Ohren. Mühelos gelang uns der Rückzug aus dem Turm und der Burg in Richtung Jugendherberge.

Dort eingetroffen, ging es zum gemütlichen Teil über. Da ich ja zu den„Neuen“ gehörte und selten die Gelegenheit hatte mehr als ein paar Worte mit jemanden zu wechseln (außer mit meinen liebgewonnenen Mitgestalterinnen für Gottesdienst und Andacht, Line und Antje), war ich sehr neugierig auf meine Tischnachbarn. Mit meinem Platz war ich sehr zufrieden, denn meine Chorschwestern und Chorbrüder (oder sagt man Chorgeschwister? ? - egal) begegneten mir offen und herzlich. Bei Gesprächen erfuhr ich interessantes und kurioses über Chorfahrten nach Amerika. Die Themen wechselten häufig. Manch einer berichtete über seine Erlebnisse, Eindrücke und Empfindungen. Es war ein sehr schöner Abend.

Am Samstagmorgen fehlten mir ein paar Stunden Schlaf. Nachdem ich den Kampf mit meinem Bett endlich gewonnen und auch die Dusche überlebt hatte, tapste ich runter in den Speiseraum. Dort herrschte ein buntes Treiben. Nach dem Frühstück lieber noch ein halbes Stündchen ausruhen. Und schon war der Start für das Chaos-Spiel gekommen. Ach nein, vorher hat uns Sabine noch in die Geheimnisse des Indianertanzes und Gesanges eingewiesen, was sehr schön war.

Danke Sabine!

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Jetzt aber startete endlich das Chaos-Spiel. Es heißt nicht umsonst Chaos-Spiel:
wir liefen kreuz und quer, riefen und schrien wild durch einander, tuschelten, lösten Rätsel, bewältigten Hindernisse, würfelten, bastelten und dichteten. Und unglaublich - irgendwann hatten alle Gruppen ihr Ziel erreicht, das Chaos war bewältigt. Ups, schon war es Mittagszeit! Nach dem Essen waren die Bedürfnisse der Personen unterschiedlich. Manche nutzten die Zeit zum Schlafen, andere standen draußen in der Sonne und führten Gespräche, wieder andere saßen in der Raucherecke. Ja und diejenigen, die noch immer das Bedürfnis nach Bewegung verspürten, trafen sich um Völkerball zu spielen. Wobei sich besonders Ben als sehr talentiert erwies.

Und selbstverständlich – keine Chorfreizeit ohne Singen. Ich bin mir dabei nicht so sicher, ob Angelika sich bedingungslos auf die Probe gefreut hat, denn sie musste nicht nur uns in Schach halten, sondern – was viel schlimmer war – das Klavier mit seinen eigenartigen Tönen und den Tasten, die sich weigerten in ihre Ausgangsposition zurückzuspringen, in den Griff bekommen. Nicht nur das gelang ihr sehr gut, sondern sie studierte auch noch zwei Lieder mit uns ein. Zu Beginn der Probe verkündete Angelika, dass sie uns eine Freude machen möchte und wir aussuchen dürfen, ob wir Gospel singen möchten oder mal was anderes. Ca. 95% stimmten für was anderes. Als erstes ein Kanon mit vielen Pausen zum Klatschen, schwierig: die rechte Hand hält den Text, die linke Hand ratlos – wer klatscht mit mir. Einstimmig gesungen ist das kein wirkliches Problem, denn irgendjemand klatscht schon, und du kannst hinhören. Mehrstimmig ganz schlecht, besser selber klatschen. Wir probten den Kanon bis zur Kaffeepause und konnten doch schon sehr stolz auf uns sein, denn es hörte sich nicht so schlecht an, fand ich, aber Angelika habe ich das nicht gefragt. Nach einem leckeren Stück Kuchen und einigen Tassen Kaffee ging die Probe weiter. Überraschung, Überraschung, Angelika hatte vor Jahren ein Lied aus den Bergen mitgebracht, ich weiß jetzt nicht mehr genau ob sie gesagt hat sie hätte das Lied gezielt aus ihrer Schatzkiste für uns hervor geholt oder ob es ein Zufallsfund war. Wie auch immer. Dieses Lied jedenfalls war die Bespaßung schlechthin. Beim Singen hatte ich das Gefühl über eine Almwiese zu laufen und voller Inbrunst zu singen: Hätt i di, hätt i di, hätt i di edulirie, hoab i di….. Ein Lied das uns eingeladen hat, ausgelassen zu sein und Freude zu empfinden.

Danke Angelika!

Nach der Probe war die Zeit für unsere kleine Andacht gekommen. Zur Einstimmung sangen wir unser neues Lied: Let us never forget the love… Line, Antje, und ich (Inge) lasen eine kurze Geschichte vor. Danach trug Line ein von mir liebgewonnenes Gedicht vor und zum Schluss sprach Antje noch das Tischgebet ?. Jetzt war die Zeit gekommen uns zum Grillplatz aufzumachen um den großen Hunger zu stillen. Im Angebot waren Fleisch, Würstchen, verschiedene Salate und sehr leckere Gemüsespieße. Schnell waren die hungrigen Mägen gefüllt und der Grillplatz soweit wieder aufgeräumt werden, dass der gemütliche Teil des Abends beginnen konnte.

Wir saßen an dem großen gemauerten Grill und genossen seine abstrahlende Wärme. Anja spielte auf ihrer Gitarre und sang mit einer wunderschönen Stimme Volkslieder, ältere Schlager, Blues, Soul eigentlich querbeet durch die Vielfalt der verschiedenen Musikrichtungen. Mal waren die Liedtexte gruselig, fröhlich, albern und, was natürlich nicht fehlen darf, Lieder über die Liebe. Wir unterstützten Anja so gut wir konnten und sangen aus voller Kehle mit. Erklang mal ein falscher Ton, nicht schlimm Hauptsache es machte Spaß.

Zu vorgerückter Stunde wurde es kalt und wir siedelten in die Jugendherberge über. Evelyn hatte ganz viele Spiele mitgebracht und es fanden sich auch sofort einige Spielinteressierte zusammen. Irgendwann überkam mich dann doch der Wunsch in mein Bett zu gehen.

Am Sonntagmorgen frühstückten wir noch alle gemeinsam, räumten die Zimmer auf und trafen uns vor dem Eingang auf dem Vorplatz. Andreas und Angelika sagten ein paar Worte des Lobes und verabschiedeten uns. Zum Schluss möchte ich nicht versäumen, allen die auf irgendeiner Art und Weise an den Vorbereitungen für diese harmonische und abwechslungsreiche Chorfreizeit beteiligt waren, mein DANKE – NEIN, ICH DENKE, ICH KANN SAGEN IM NAMEN ALLER, DIE DABEI WAREN:

VON GANZEM HERZEN DANKE!

Wann fahren wir los zur nächsten Chorfahrt?!

Inge




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Im Juni war es endlich soweit: der Chor Grateful ging zum ersten Mal auf Wochenendfahrt. Unser Ziel: die Jugendherberge nach Kleve!!! Wetter gut, Stimmung erwartungsvoll. Bei einer Besichtigung der Schwanenburg, einem chaotischen Chaos-Spiel und noch chaotischen Liedern (ausnahmsweise mal kein Gospel, aber klasse!!!) haben wir eine suuuuuper Zeit miteinander verbracht. Beim abendlichen Grillen wurde gespielt, gesungen, viel gelacht und noch mehr erzählt mit alten, jungen, neuen und erfahrenen Chormitgliedern. Kunterbunt durcheinander - so soll es sein. Wir lernten uns alle viel besser kennen. Alle hatten viel Spaß miteinander und die Gemeinschaft im Chor ist gewachsen. Fazit: Erste Chorfahrt – Ziel mehr als erreicht!!!

Und auch vielen Dank an alle, die zum Erfolg beigetragen haben.

Line

PS: Alle, wirklich ALLE lieben HARIBO!!!!!


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